Stellenangebot: Studentische/r Mitarbeiter/in (m/w/d) bei der SpuRt – Zeitschrift für Sport und Recht

Stellenangebot

Bei der Zeitschrift für Sport und Recht (SpuRt) ist demnächst eine Stelle als

studentische/r Mitarbeiter/in (m/w/d) im Redaktionsbüro

zu besetzen. Zu den Aufgaben gehören neben allen anfallenden Korrespondenzen und Verwaltungsarbeiten im Redaktionsbüro der führenden Fachzeitschrift für das Sportrecht im deutschsprachigen Raum, die im Verlag C.H.BECK erscheint, die Unterstützung der Schriftleitung bei der redaktionellen Betreuung der Zeitschrift, die Kommunikation mit Autoren, Gerichten und dem Verlag, die persönliche Assistenz für den Schriftleiter, die Teilnahme an Tagungen und Vortragsreisen, das Verfassen von Berichten, die Unterstützung bei den IT-Projekten und das Redigieren von Texten.

Der/Die Bewerber/in (m/w/d) sollte

  • ein/e besonders interessierte/r, talentierte/r und engagierte/r Jura-Student/in (m/w/d) in einem fortgeschrittenen Anfangssemester mit einem sprachlichen Talent und hoher Kommunikationsfähigkeit sein,
  • Interesse an einer längerfristigen (bis zum vollständigen Studienabschluss bei Rücksichtnahme auf Examenslernzeiten) und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit herausfordernden, juristischen oder juristisch-angelehnten und perspektivenerweiternden Aufgaben haben,
  • in der Lage sein, absprachefähig und eigenverantwortlich auf die Aufgabenerledigung und Fristeneinhaltung zu achten,
  • Interesse am Sportrecht und Sport haben, idealerweise mit einer allgemeinen sportlichen Begeisterung und eigener Sporterfahrung in Vereinen oder Verbänden,
  • und ausgesprochen IT-affin sein, wobei eine eigene Programmiererfahrung von Vorteil, aber nicht Voraussetzung ist.

Der Einsatzumfang und die konkrete Lage der Arbeitszeiten sind im Rahmen feststehender Termine sehr flexibel. Die Arbeiten können nahezu vollständig im Homeoffice erledigt werden. Ein regelmäßiger persönlicher Austausch wird unabhängig davon erwartet.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Beifügung der üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Abiturzeugnis, bisherige Studienleistungen, etwaige weitere bisherige Zeugnisse, Qualifikationen oder Empfehlungen) an den Schriftleiter der SpuRt, Herrn Prof. Dr. Jan F. Orth LL.M., ausschließlich elektronisch unter spurt@beck.de.

Die Stellenausschreibung als pdf kann hier auch heruntergeladen werden.

Battle Royal – Märkte, Macht und Monopole im E-Sport am 25.11.2022 in der Universität zu Köln

Um den E-Sport, dieses faszinierende Sportphänomen, dreht sich meine nächste Veranstaltung an der Universität zu Kölnam 25.11.2022, 18.00 Uhr, Hörsaal II. Kein Geringerer als Ralf Reichert, der die ESL Gaming als Mitgründer zum Weltmarktführer für E-Sports aufgebaut und das Unternehmen im Januar für über 1 Milliarde (!) Euro an einen neuen Eigentümer nach Saudi-Arabien verkauft hat, wird uns zum Einstieg mit seiner einzigartigen Expertise in Einblick in und einen Ausblick auf „seine“ Branche verschaffen.

Im Anschluss analysiert Rechtsanwalt Dr. Pietro Graf Fringuelli von CMS Deutschland, der im E-Sport die Big Player auf dem gesamten Globus vertritt und berät, den Rechtsrahmen und die spannendsten aktuellen Rechtsfragen, die sich rund um diese elektronischen Sportwettbewerbe entwickelt haben – und entwickeln werden.

Da im wahrsten Sinne des Wortes eine große Menge Geld im Spiel ist, ist auf den Märkten von Vielen große Macht und großer Einfluss gewünscht. Wenn hinreichende Selbstregulierung fehlt und Strukturen zum Nachteil anderer ausgenutzt werden, kommt rasch das Kartellrecht auf den Plan. Welche Fragen sich hier und in Zukunft stellen werden, stellt mit ebenfalls einzigartiger Expertise der Direktor beim Bundeskartellamt Jörg Nothdurft, Leiter der Abteilung Prozessführung und Recht des BKartA, dar.

Es besteht Gelegenheit zur Diskussion und im Anschluss zur Fortsetzung des Austauschs bei einem kleinen Empfang. Im Hinblick auf die unklare Pandemielage und die beschränkte Zuhörerzahl muss ein KOSTENLOSES Ticket über Eventbrite abgerufen werden.

Bitte zur Veranstaltung unbedingt bei Eventbrite anmelden!

Vorlesung Sportrecht im WS 2022/23

jur1_03Als Honorarprofessor an der Universität zu Köln biete ich an der hiesigen Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch in diesem Wintersemester wieder eine Vorlesung zum Sportrecht an. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Jurastudenten und die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsrecht, die Vorlesungsinhalte sind aber natürlich auch für jeden Sport(recht-)interessierten spannend und lehrreich. Insbesondere werden zahlreiche Bezüge zum aktuellen Fußballgeschehen und Entscheidungen der Sportgerichte im Fußballbereich hergestellt. Dass aber selbstverständlich auch über den Fußball hinaus einige der aktuell spannendsten – auch sportpolitischen – Rechtsthemen behandelt werden, versteht sich von selbst. Ein Schwerpunkt wird in diesem Wintersemester wieder auf den wegweisenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in den Sachen Claudia Pechstein (gerade aufgehoben durch die Entscheidung des BVerfG) und SV Wilhelmshaven liegen. Aber natürlich werden auch die hoch aktuellen Fragen wie etwa die Entwicklung der 50+1-Regel,  der Arbeitnehmereigenschaft der DFB-Schiedsrichter und die Frage der Behandlung von Athletinnen mit einer Intersexualitätsproblematik (CAS-Entscheidung in Caster Semenya) behandelt. Außerdem und wegen der Black Lives Matter-Bewegung werden auch die Äußerungsregeln der Sportverbände und insbesondere Rule 50 der IOC Charta erörtert. Schließlich richtet sich ein besonderes Augenmerk auf die Folgen der COVID-19-Pandemie für den organisierten Amateur- und Profisport. Ganz aktuell stehen die kartellrechtliche Überprüfung sportrechtlicher Sachverhalte und die BVerfG-Entscheidung zu Claudia Pechstein im Fokus.

Die Veranstaltung findet mittwochs in der Zeit von 16.00 bis 17.30 Uhr grundsätzlich in Präsenz in Hörsaal XIII (Hauptgebäude) vom 12.10. bis zum 21.12.2022 und vom 11.01.2022 bis 25.01.2022 statt. Die Klausurorganisation einschließlich der Terminierung obliegt dem Prüfungsamt. Im Hinblick auf die Klausuren entfällt die Vorlesung in der letzten Vorlesungswoche. Am 16.11.2022 fällt die Vorlesung aus, dafür gibt es am 25.11.2022 eine Sonderveranstaltung zum E-Sport. Am 26.10.2022 und am 02.11.2022 findet die Vorlesung digital über Zoom statt.

Weitere Informationen, wie eine ausführliche Vorlesungsgliederung und die Vorlesungsankündigung gibt es auf KLIPS der Uni Köln.

Putins Krieg und der Beitrag des Sports

Russland führt in Europa einen unmenschlichen, schrecklichen und verachtenswerten Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Leben kostet, unfassbares Leid über die Menschen bringt und sinnlose Zerstörung verursacht. Nach nur kurzem Zögern in einigen Bereichen haben große Teile der Weltgemeinschaft beschlossen, das Verhalten Russlands umfassend zu sanktionieren und das Land international zu ächten. Die Ankläger am ICC ermitteln. Was diese Reaktionen angeht: So weit, so gut.

Im Sport wirft dies schwierige sportpolitische und rechtliche Fragen auf, mit denen offensichtlich nicht alle Beteiligten, auch nicht alle Verbände und ihre Funktionäre, hinreichend sensibel und vernünftig umgehen können. Welchen Beitrag hat der Sport geleistet, dass es so weit kommen konnte? Welchen Beitrag kann der Sport leisten, um den Krieg zu beenden und sicherzustellen, dass es Frieden in Europa gibt und dann bleibt?

Die Bilanz auf Frage eins fällt nicht wirklich gut aus: Natürlich haben die großen Sportvereinigungen, etwa das IOC und die FIFA, durch die Vergabe und die Veranstaltung von Wettbewerben in Russland in z. T. liebevoller Zusammenarbeit mit dem dort herrschenden Autokraten einen beachtlichen Beitrag zum überbordenden Selbstbewusstsein des Aggressors geleistet. Dieses Selbstbewusstsein und die zugelassene, widerspruchslose Selbstinszenierung auch auf der sportpolitischen Weltbühne sind der Nährboden, auf dem krude, wahnhaft-revisionistische Theorien geboren werden, die dem lupenreinen Diktator die rechtfertigende Grundlage liefern sollte, die Ukraine zu überfallen. Führende Funktionäre haben Anlass, sich in Grund und Boden zu schämen.

Das geht mit Frage zwei so weiter: Menschenverachtenden und die Regeln des Völker- und Menschenrechts nicht respektierenden Regimen muss der Sport – im Sinne der Teilhabe an sportlichen Großveranstaltungen mit ihrer Strahlkraft – zweitweise entzogen werden. Jetzt sofort und jedenfalls so lange, bis sich die politische Situation spürbar und nachhaltig verbessert hat. Wer sich an die grundlegendsten Regeln eines friedlichen Zusammenlebens nicht hält, darf eben nicht mitspielen. Das sollte unser Konsens sein, ist er es nicht, muss er es werden. Sicherlich: Das wird auch einzelne Sportler oder Mannschaften treffen, die – in der Tat – trainiert, gekämpft und geschwitzt haben, um an Wettbewerben teilzunehmen. Und die genau dies dann nicht mehr können und dürfen. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern, weil es notwendig ist. Denn nur so wird in Russland in allen Bereichen der zivilgesellschaftliche Druck entstehen, um eine Änderung in der Regierung, der Führung, der Staatsordnung herbeizuführen. Der wichtige Gesellschaftsteil des Sports darf sich nicht aussparen. Die Staatsangehörigkeit ist zwar nicht per se vorwerfbar, aber sie verleiht demjenigen, der sie hat, zumindest die Möglichkeit und Berechtigung, Änderungen anzustoßen. Das ist, touché, in den Staaten, in denen es notwendig ist, häufig auch gefährlich. Aber wir wissen aus der Geschichte, dass dies der einzige Weg ist. Diesen schwierigen Spagat werden wir Athletinnen und Athleten nicht allein und nicht dauerhaft abverlangen können. Langfristig bedarf es einer verbandlichen Neuorientierung im Umgang mit solchen Regimen und ihren Sportlern, weil nun feststeht: Der Sport ist nicht unpolitisch. Für die Sporttreibenden ist eine andere Einbindung nötig, in der sie Sport treiben und nicht instrumentalisiert werden können.

Danach ist die – ursprüngliche, rasch mit irritierender Begründung korrigierte – Entscheidung des IPC, russische Athleten an den Paralympischen Spielen „neutral“ teilnehmen zu lassen, nichts anderes als ein Witz! Wer es als internationale Sportorganisation außerdem nicht schafft, den Krieg in seiner Pressemitteilung als solchen zu benennen, hat seinen Anspruch verwirkt, als Organisation und Ansprechpartner auch nur annähernd ernst genommen zu werden. Das gilt auch für jeden, der juristische Feigenblätter nutzt, um Ausschlüsse von russischen Verbänden, Mannschaften, Sportlern oder Gesellschaftern aus Wettbewerben und Ligen nicht aussprechen zu müssen, weil es angeblich „an der entsprechenden Grundlage“ fehle. Abgesehen davon, dass viele Verbandssatzungen Generalklauseln enthalten dürften, wissen schon die juristischen Erstsemester, dass man – auch ohne schriftliche Regelung – an Einigungen nicht festgehalten werden kann, wenn das für eine Seite unerträglich ist und damit die Geschäftsgrundlage entfällt. Das ist in Dauerschuldverhältnissen so; entsprechende Rechtsinstitute gibt es jeder Rechtsordnung. Dass die Rechtsfragen im Einzelnen schwierig sind, ist klar. Aber wie so häufig bereitet hier der Wille den juristischen Weg.

Russland hat sich neben der politisch-gesellschaftlichen auch die sportliche Ächtung mehr als verdient. Nur durch klare und unmissverständliche Reaktionen wird der organisierte internationale Sport dem eigenen Anspruch gerecht werden können, für Völkerverständigung und Weltfrieden sorgen zu wollen. Den bisherigen Opfern und dem malträtierten ukrainischen Volk bringt das alles nichts mehr. Was für ein Preis! In unseren Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine.


Erschienen als Editorial des SpuRt-Heftes 2/2020, SpuRt 2022, 69 und auf beck-online

Vorlesung Sportrecht im WS 2021/22

jur1_03Als Honorarprofessor an der Universität zu Köln biete ich an der hiesigen Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch in diesem Wintersemester wieder eine Vorlesung zum Sportrecht an. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Jurastudenten und die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsrecht, die Vorlesungsinhalte sind aber natürlich auch für jeden Sport(recht-)interessierten spannend und lehrreich. Insbesondere werden zahlreiche Bezüge zum aktuellen Fußballgeschehen und Entscheidungen der Sportgerichte im Fußballbereich hergestellt. Dass aber selbstverständlich auch über den Fußball hinaus einige der aktuell spannendsten – auch sportpolitischen – Rechtsthemen behandelt werden, versteht sich von selbst. Ein Schwerpunkt wird in diesem Wintersemester wieder auf den wegweisenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in den Sachen Claudia Pechstein (wieder aktuell durch die Entscheidung des EGMR und die anhängige Verfassungsbeschwerde) und SV Wilhelmshaven liegen. Aber natürlich werden auch die hoch aktuellen Fragen wie etwa die Entwicklung der 50+1-Regel,  der Arbeitnehmereigenschaft der DFB-Schiedsrichter und die Frage der Behandlung von Athletinnen mit einer Intersexualitätsproblematik (CAS-Entscheidung in Caster Semenya) behandelt. Außerdem und wegen der Black Lives Matter-Bewegung werden auch die Äußerungsregeln der Sportverbände und insbesondere Rule 50 der IOC Charta erörtert. Ganz aktuell richtet sich ein besonderes Augenmerk auf die Folgen der COVID-19-Pandemie für den organisierten Amateur- und Profisport.

Die Veranstaltung findet mittwochs in der Zeit von 16.00 bis 17.30 Uhr grundsätzlich in Präsenz in Aula 2 vom 13.10. bis zum 22.12.2021 und vom 12.01.2022 bis 26.01.2022 statt. Die Klausurorganisation einschließlich der Terminierung obliegt dem Prüfungsamt. Im Hinblick auf die Klausuren entfällt die Vorlesung in der letzten Vorlesungswoche.

Weitere Informationen, wie eine ausführliche Vorlesungsgliederung und die Vorlesungsankündigung gibt es auf KLIPS der Uni Köln.

Letzte Änderung: 08.10.2021 – Die Veranstaltung findet grundsätzlich in Präsenz statt.

Zoom-Konferenz für Studierende gegen Examensstress und -angst [www.wenigerexamensstress.de]

Auf meine Initiative findet mit hervorragenden Kolleginnen und Kollegen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln (Herr Marc Castendiek [Mit-Organisator], Frau Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb, Frau Dipl.-Psych. Alica Mohnert, LL.M. und Herr Prof. Dr. Christian Rolfs) sowie VRi’inOLG Dr. Gabriele Morawitz und RiOLG Dr. Matthias Nordmeyer als Vertreter des Justizprüfungsamts bei dem Oberlandesgericht Köln eine Zoom-Konferenz für Studierende gegen Examensstress und -angst statt. Alle Einzelheiten zu dieser Veranstaltung, ein Diskussionsforum und eine Anmeldemöglichkeit für Studierende und andere Angehörige der Universität zu Köln findet sich auf www.wenigerexamensstress.de.

Die Examensvorbereitung stellt häufig physisch, psychisch, emotional und sozial eine hoch belastende Zeit dar. In Anbetracht einer wahrgenommenen hohen Bedeutung der Ersten Juristischen Prüfung für den späteren Lebensweg sind große Ängste (bis hin zu Existenzängsten) in der Vorbereitungszeit verbreitet, welche die Studierenden in der eigenen Leistungsfähigkeit einschränken können und das Staatsexamen häufig als unüberwindbare Hürde erscheinen lassen.

In der Folge opfern Studierende nicht selten sämtliche Freizeit, um zehn Stunden oder mehr am Tag in der Bibliothek zu verbringen. Auswirkungen wie Stress, fehlender Ausgleich ohne nennenswertes Sozialleben, mangelndes Selbstbewusstsein, Überforderungsgefühle oder Ängste stellen sich dennoch – oder gerade deshalb? – ein und können die Studierenden in einen Strudel negativer Gefühle lenken. Der verbreitete Konkurrenzdruck und fehlende Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen befeuert dies und führt dazu, dass unter als schlecht empfundenen Leistungen oftmals sogar das Selbstwertgefühl leidet.

Zur mentalen Orientierung auf das Staatsexamen werden sogar kommerzielle Angebote in Anspruch genommen, die versprechen, die eigene Leistungsfähigkeit zu optimieren. Universitäre Angebote oder Austausch mit Kommilitonen und Kommilitonen kommen hingegen oft zu kurz. Dies soll mit der Veranstaltung geändert werden.

Den Studierenden soll aufgezeigt werden, dass sie mit ihrem Stress und ihrer großen Anspannung nicht alleine sind. Sie sollen befähigt werden, ihre eigene Examensvorbereitung zu reflektieren und neue Lernmethoden zu entwickeln. Es soll dargestellt werden, dass es auch in der Examensvorbereitung noch möglich und sogar erforderlich ist, neben dem Studium noch Freizeit und Privatleben zu genießen.

Ferner soll die mit dem Staatsexamen verbundene Unsicherheit beseitigt werden, indem der den Studierenden vor dem Examen häufig nicht vertraute Prozess der Examensprüfungen erklärt und konsequent entmystifiziert wird. Dabei trägt der Austausch von Prüfenden, Prüfungsamt und Geprüften dazu bei, das Examen nicht als große Unbekannte erscheinen zu lassen, Anforderungen zu klären und die Furcht vor den Prüfungen zu reduzieren.

Den Studierenden soll die Gelegenheit gegeben werden, vorab oder im Laufe der Veranstaltung über das in diese Website integrierte Forum ihre eigenen Fragen, Sorgen oder Nöte anonym anzusprechen, auf die die Referentinnen und Referenten im Fortgang der Veranstaltung eingehen werden.

An der Veranstaltung nehmen seitens der Universität zu Köln erfahrene Prüferinnen und Prüfer, eine Psychologin und ein frisch examinierter Student teil. Das Justizprüfungsamt bei dem Oberlandesgericht Köln wird ebenfalls vertreten sein.

Neue Bücher zum Sportrecht

Unter meiner Mitwirkung erscheinen zwei neue Bücher zum Sportrecht beim Verlag C.H. BECK in München.

Hierbei bin ich besonders stolz auf den Cherkeh/Momsen/Orth, Handbuch Sportstrafrecht. Bei dem Werk bin ich nicht nur mit den sehr geschätzten Kollegen Prof. Dr. Rainer Cherkeh und Prof. Dr. Carsten Momsen als Herausgeber tätig geworden, sondern habe als Autor rund die Hälfte des Inhalts zu verantworten. Ich habe bearbeitet: 2. Kapitel „Grundlagen“ (komplett), 3. Kapitel „Verhängung und Überprüfung von Strafen im Sport“ (Abschnitte A., B. I. – IV., C. I. – IV., VI. 1. – 5.), 5. Kapitel „Zusammenspiel und Wechselwirkungen von staatlichem Straf- und Verbandsstrafverfahren“ (komplett).

Das Buch ist am 28.12.2020 erschienen und seit diesem Datum auch auf Beck-Online im Modul „Sportrecht“ verfügbar. Prof. Dr. Matthias Jahn, Goethe-Universität Frankfurt, sagt hierzu im Rahmen einer Rezension, die im Heft 2/2021 der SpuRt erscheinen wird:  „Mit dem ‚Cherkeh/Momsen/Orth‘ gelingt eine beeindruckende Symbiose von Praxis und Theorie des Sportstrafrechts. Ohne dieses Handbuch im Tornister sollte man gar nicht erst antreten.“

Der Praxisleitfaden unterstützt alle Juristinnen und Juristen, die mit an die Verhängung von Sanktionen geknüpften Rechtsfragen im Bereich des Sports in Berührung kommen, von Rechtsanwälten über Vereins- und Verbandsjuristen und Justiziare bis hin zu (Sport-)Richtern in der ordentlichen, Verbands- und Schiedsgerichtsbarkeit. Vom Verstoß über das Verfahren bis zu den Sanktionen: Das neue Werk stellt zunächst die rechtlichen, insbesondere auch verfahrensrechtlichen Grundlagen sowie die involvierten Institutionen und die beteiligten Akteure vor. Danach orientiert sich das Werk im Hauptteil an denjenigen Verhaltensweisen, welche die Sanktionen auslösen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem fragmentierten und verschachtelten Verfahrensrecht. Das neue Handbuch zeigt auf, welche spezifischen Anforderungen der Vertretung in Verfahren mit sportrechtlichen Vorwürfen zu bewältigen sind. Dabei erläutern die Autoren, welche Besonderheiten sich aus dem Zusammenwirken von Strafrecht und Sportrecht, insbesondere dem Bestehen häufig konkurrierender zuständiger Ermittlungsorgane und Gerichtsbarkeiten, ergeben.

Alle weiteren Informationen gibt es hier auf der Webseite vom Verlag C.H. Beck.

In enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Philipp S. Fischinger LL.M. (Harvard) ist der Fischinger/Orth, COVID-19 und Sport entstanden, der am 26.01.2021 erscheint und bereits seit der 1. KW 2021 in den Beck-Online Modulen „Sportrecht“ und „Covid-19“ abrufbar ist. Wegen meiner sportrechtlichen Expertise bin ich gerne als Mitherausgeber tätig geworden und haben im engen Austausch mit Philipp Fischinger die Akquirierung der Autoren und die Betreuung des Werkes wie der Texte übernommen. Auch dieses Werk kann sich mit den hervorragenden Beiträgen der jeweiligen Autoren als Experten in ihren Fachbereichen sehen lassen! Eine Rezension wird zeitnah in der Zeitschrift für Sport und Recht (SpuRt) erscheinen.

Die Corona-Krise hat im Profisport zahlreiche schwierig zu lösende Rechtsfragen von großer praktischer Relevanz aufgeworfen. So stellten sich Fragen, wie sich die Saisonunterbrechung auf die TV-Vermarktungsrechte auswirkt, ob gekaufte Eintrittstickets/Abonnements beim Ausschluss der Zuschauer „zurückgegeben“ werden können, wie die Verlängerung der Spielzeiten sich auf die Laufzeiten von Arbeitsverträgen, Kaufoptionen und Ausstiegsklauseln auswirken.
Dieses Buch zielt auf die Vorbereitung einer möglichen weiteren Krise, indem Lehren aus der Coronakrise für die Vertragsgestaltung gezogen werden. Im Bereich des Arbeitsrechts beispielsweise soll erörtert werden, wie Arbeitsverträge so gestaltet werden können, dass Vergütungsfragen in der Krise künftig schon nach Möglichkeit rechtssicher im Vertrag gesteuert werden können. Das soll nicht nur allgemeine Hinweise zur Vertragsgestaltung geben, sondern konkrete Klauselvorschläge unterbreiten und damit über dasjenige hinausgehen, was Standardmonographien typischerweise zu leisten im Stande sind. Ein besonderes Anpassungspotential hat sich insbesondere in den Sportverbänden ergeben, deren Satzungs- und Ordnungswerke nicht auf den Pandemie-Fall vorbereitet waren. Im Rahmen der laufenden Spielzeiten sind eilig, auch unter Ausnutzung von Eil- und Notkompetenzen, Regelungen angepasst oder neu geschaffen worden. Ob damit alle Fragen auch für die Zukunft und vergleichbare Fälle vernünftig geregelt ist, muss für eine zukünftige Rechtssicherheit hinterfragt werden.

Auch für dieses Buch gibt es alle Informationen auf der Webseite des Verlags C.H. Beck.

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den organisierten Sport habe ich bereits im Überblick und an den entscheidenden Stellen im Schmidt, COVID-19 – Rechtsfragen zur Corona-Krise, in § 10 – Sport mit dem sensationellen Ersterscheinungstermin am 9. Mai 2020 (!) besprochen. Einige der damals zu den völlig neuen und i.W. unbearbeiteten Rechtsfragen von mir entwickelten Postulate haben bereits ihren Niederschlag in Schrifttum und Rechtsprechung gefunden und haben sich teilweise bereits zur herrschenden Meinung entwickelt. Angesichts der besonderen rechtlichen Dynamik in der Pandemie kann es nicht überraschen, dass die 2. Auflage aus dem September 2020 von den Autorenkollegen und mir erneut überarbeitet wurde. Die Manuskripte liegen dem Verlag bereits vor, so dass die 3. Auflage bereits im Februar 2021 erscheinen wird. In meinem Beitrag behandele ich die wesentlichen Aspekte des professionellen Sports (Abbruch und Wertung von Wettbewerben, Schadenersatzansprüche, Ansprüche der Fans, die Verlegung der EM 2020 pp.), des Amateursports (Abbruch und Wertung von Wettbewerben, Haftungsfragen, Beschlusszuständigkeit und natürlich die Krise des Sportvereins an der Basis) und des Individualsports (Beschränkung des Individualsports durch eine Ausgangssperre, die Rechtslage bei den Fitnessstudios).

Dieses Buch ist der Ratgeber für die rechtliche Praxis und Covid-19: Die Corona-Krise stellt alle Gesellschaftsbereiche vor völlig neue Herausforderungen. Diese Herausforderungen werden angenommen und gemeistert, allerdings nicht immer unter genauer Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen und unter Berücksichtigung der Folgen. Während zunächst die faktische Bewältigung von Aufgaben im Vordergrund steht, gewinnt nun auch die rechtliche Beurteilung der Lebenssachverhalte große Bedeutung, insbesondere wenn es um die Frage geht, wie die Herausforderungen zu meistern sind und wie der Gesamtschaden verteilt wird.

Es ist besonders geeignet für Rechtsanwälte, Berater, Unternehmen und Unternehmer, die öffentliche Verwaltung, Richter und Gerichte.

Selbstverständlich gibt es auch hierzu alle weiteren Informationen auf der Webseite des Beck-Verlags.

Über Feedback und Ergänzungswünsche für meine Buchbeiträge freue ich mich! Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und die besten Anregungen für die wissenschaftliche oder praktische Tätigkeit!

 

 

Uni Köln: Vorlesung Sportrecht im WS 2020/21

jur1_03Als Honorarprofessor an der Universität zu Köln biete ich an der hiesigen Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch in diesem Wintersemester wieder eine Vorlesung zum Sportrecht an. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Jurastudenten und die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsrecht, die Vorlesungsinhalte sind aber natürlich auch für jeden Sport(recht-)interessierten spannend und lehrreich. Insbesondere werden zahlreiche Bezüge zum aktuellen Fußballgeschehen und Entscheidungen der Sportgerichte im Fußballbereich hergestellt. Dass aber selbstverständlich auch über den Fußball hinaus einige der aktuell spannendsten – auch sportpolitischen – Rechtsthemen behandelt werden, versteht sich von selbst. Ein Schwerpunkt wird in diesem Wintersemester wieder auf den wegweisenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in den Sachen Claudia Pechstein (wieder hochaktuell durch die Entscheidung des EGMR und die anhängige Verfassungsbeschwerde) und SV Wilhelmshaven liegen. Aber natürlich werden auch die hoch aktuellen Fragen wie etwa die Entwicklung der 50+1-Regel,  der Arbeitnehmereigenschaft der DFB-Schiedsrichter und die Frage der Behandlung von Athletinnen mit einer Intersexualitätsproblematik (CAS-Entscheidung in Caster Semenya) behandelt. Ganz aktuell und wegen der Black Lives Matter-Bewegung werden auch die Äußerungsregeln der Sportverbände und insbesondere Rule 50 der IOC Charta erörtert.

Die Veranstaltung findet mittwochs in der Zeit von 16.00 bis 17.30 Uhr wegen der Corona-Pandemie ausschließlich virtuell vom 4.11. bis zum 16.12.2020 und vom 13.01.2021 bis 10.02.2021 statt. Es wird eine Klausur angeboten, die durch das Prüfungsamt terminiert werden wird. Fällt die Klausur in die letzte Vorlesungswoche, entfällt die Veranstaltung am 10.02.2021.

Weitere Informationen, wie eine ausführliche Vorlesungsgliederung und die Vorlesungsankündigung gibt es auf KLIPS der Uni Köln.

Uni Köln: Vorlesung Sportrecht im WS 2019/20

jur1_03Als Honorarprofessor an der Universität zu Köln biete ich an der hiesigen Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch in diesem Wintersemester wieder eine Vorlesung zum Sportrecht an. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Jurastudenten und die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsrecht, die Vorlesungsinhalte sind aber natürlich auch für jeden Sport(recht-)interessierten spannend und lehrreich. Insbesondere werden zahlreiche Bezüge zum aktuellen Fußballgeschehen und Entscheidungen der Sportgerichte im Fußballbereich hergestellt. Dass aber selbstverständlich auch über den Fußball hinaus einige der aktuell spannendsten – auch sportpolitischen – Rechtsthemen behandelt werden, versteht sich von selbst. Ein Schwerpunkt wird in diesem Wintersemester wieder auf den wegweisenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in den Sachen Claudia Pechstein (wieder hochaktuell durch die Entscheidung des EGMR) und SV Wilhelmshaven liegen. Aber natürlich werden auch die hoch aktuellen Fragen wie etwa die eingeklagte Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel durch die DFL für Hannover 96,  der Arbeitnehmereigenschaft der DFB-Schiedsrichter und die Frage der Behandlung von Athletinnen mit einer Intersexualitätsproblematik (CAS-Entscheidung in Caster Semenya) behandelt.

Die Veranstaltung findet mittwochs in der Zeit von 16.00 bis 17.30 Uhr im Seminarraum S26 (Seminargebäude) vom 09.10. bis zum 18.12.2019 und vom 08.01.2020 bis 22.01.2020 statt. Am 29.01.2020 wird eine Klausur angeboten.

Gasthörern kann im Rahmen der Raumkapazitäten die Teilnahme gestattet werden. Weitere Informationen, wie eine ausführliche Vorlesungsgliederung und die Vorlesungsankündigung gibt es auf KLIPS der Uni Köln.

Introducing „Richter Tools“ – Anmeldung zum Beta-Test der iOS App ist ab sofort möglich

Eine Anmeldung zum öffentlichen Beta-Test der iOS-App „Richter-Tools“ ist ab sofort möglich. Das in der Entwicklung befindliche Programm soll sich zu einem Allround-Hilfsmittel für alltägliche juristische Fragestellungen mausern, die automatisiert auf dem Smartphone erledigt werden können. Ausschlaggebend ist hierbei, dem Beruf des Entwicklers folgend, die Richtersicht. Gleichwohl eignet sich die App natürlich hervorragend für alle angehenden und aktiven Volljuristen, die sich häufig den gleichen oder gleichartigen Fragestellungen ausgesetzt sehen. Die App ist also ein Muss für jeden, der Richter ist oder es mit Richtern zu tun hat. Einen Überblick über die bereits integrierten und für die Zukunft geplanten Funktionen gibt es auf www.janforth.de/richter-tools. Dort befindet sich auch die Supportseite. Ein Interview mit dem Entwickler beim „Legal Tech Blog“ gibt es hier.

Eine Registrierung zum Beta-Test ist ab sofort auf der Seite Anmeldung zum öffentlichen Beta-Test der „Richter-Tools“  möglich. Der Beta-Release soll sobald wie möglich erfolgen. Der genaue Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, die angemeldeten Beta-Tester werden aber via E-Mail über die Verfügbarkeit des ersten Beta-Builds automatisch informiert.

Sowohl in der Beta-Phase als auch im späteren Echtbetrieb soll die App kontinuierlich gepflegt und insbesondere um aus der Praxis gewünschte Funktionen ergänzt werden.

Beachten Sie bitte, dass es sich um Beta-Software handelt. Beta-Software kann Fehler enthalten, abstürzen, Probleme verursachen und Unerwartetes tun. Solche Probleme werden auf Ihr Feedback unmittelbar abgestellt. Verwenden Sie die Beta-Version nicht im Echtbetrieb, insbesondere dann nicht, wenn Sie auf die Ergebnisse angewiesen sind. Beachten Sie die Haftungsausschlüsse. Die Nutzung der Beta-Version durch Sie erfolgt daher unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung, soweit dies rechtlich zulässig ist.